20 Jahre falscher Zettel

9. November 2009 - Nachrichtendienst

Anlässlich des 20. Jubiläums des Mauerfalls in Berlin erinnert der Deutsche Geheimdienst an seine herausragende Rolle beim Geschehen dieses historischen Ereignisses. Kurz vor der berühmten Pressekonferenz des damaligen ZK-Sekretärs Günther Schabowski hatte einer unserer Top-Agenten den Zettel, den Staatschef Egon Krenz an Schabowski übergeben hatte, gegen ein fast identisch aussehendes Schriftstück ausgetauscht. Auf dem ausgetauschten Zettel allerdings fehlte die Sperrfrist 10. November – dafür wurde das Wort “unverzüglich” eingesetzt, welches dann von Schabowski auch so gebraucht wurde.

Der (damals west-) Deutsche Geheimdienst ist stolz darauf, einen solch historischen Moment ausgelöst zu haben. Der Original-Zettel ist übrigens in unserem geheimen Geheimdienst-Museum ausgestellt, in dem u.a. auch die verschwundene Rotweinflasche aus dem Genfer Hotelzimmer von Uwe Barschel zu sehen ist. Die Öffnungszeiten des Museums sind geheim.